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THOMAS GRAICHEN
"signs & wonders" (Zeichen & Wunder)
10. bis 25. November 2007

"Oft nehme ich mir eine Kamera, überlege mir eine grobe Richtung oder gar ein vagesZiel
und ziehe einfach
los. Manchmal komme ich sogar an jenem gedachten Ziel an, manchmal
aber auch ganz wo anders, wohin
ich über die verschiedensten Richtungen gelange. Es
dauert meist eine ganze Weile, bis ich das erste Bild
festhalte, aber dann ist es meist, als
ob ein Damm gebrochen ist und es ergeben sich viele weitere Bilder
aus der Inspiration
des Ortes und den Ergebnissen der Neugier. Am Festhalten der Bilder interessieren mich
verschiedene Aspekte: zum einen die Abstraktion, aus alltäglich gegebenem des urbanen
Raumes durch Wahl
eines bestimmten Blickwinkels neue Assoziationen zu schaffen.
Des weiteren versteckte, vergessene oder anderweitig unbeachtete Orte zumindest für
einen Moment in den
Mittelpunkt zu stellen, festzuhalten wie viel Interessantes es auch an
all dem zu entdecken gibt, woran wir jeden
Tag allzu schnell vorüberziehen oder was uns
sonst wohl immer verborgen bleiben würde. Für mich ist es mehr
der heutige urbane Raum
selbst als irgend ein spezieller Ort, der in den Bildern eingefangen ist. Nicht zuletzt ist
da dann auch noch das Einfrieren der Zeit in einer sich beständig wandelnden Stadt: viele
der Orte sind heute
schon nicht mehr so, wie ich sie einmal in der Vergangenheit festgehalten
hatte und die Bilder sind inzwischen
still stehende Zeugnisse dessen geworden, wie es
einmal war und heute nicht mehr ist."
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